Trotz des schönen Sonnenscheins müssen Sie einen Monat lang ohne einen neuen Ratgebertext auskommen.Ich verreise und werde wohl Ende Juli diesen Blog weitervorantreiben.
Das ist hart, denn gerade in der Ferienzeit hockt man als Familie ungebremst aufeinander. Alles soll gut werden. Der Urlaub erholsam, die Zeit mit den Kindern erzieherisch wertvoll und mit viel Liebe. Wenn Sie allein mit Kind leben, haben Sie fast keine Ausweichmöglichkeiten. Es sei denn, Sie haben genug Finanzmittel, um ihren kleinen Spatz in die Ferien zu schicken. Vielleicht ist der andere Elternteil auch gewillt und in der Lage Zeit zu investieren? Dann nutzen Sie das, auch um Ihrer selbst willen.
Leben Sie in einer Partnerschaft, dann soll auch diese in den nächsten Wochen ihre schönsten Seiten zeigen. Welche Herausforderung. Leider hat der Gesetzgeber Schulkindern insgesamt 12 Wochen Schulferien gegönnt, während Arbeitnehmer mit 25 bis 30 Tagen auskommen müssen. Da sind Eltern ganz schön gelackmeiert.
Exkurs:
Da zeigt sich auch in der Ferienregelung, daß der alte Mief im Schulsystem verankert bleibt. Na klar, brauchten die Schulkinder vor 100 Jahren eine Sommerpause. Sie halfen den Eltern bei der Getreideernte etc. Okay, es waren auch Herbstferien notwendig, damit die Kartoffeln reinkamen und Haus und Garten winterfest gemacht werden konnte. Ja, auch die hohe religiöse Zeit um Weihnachten herum sollte frei sein, es ist ja auch zu beschwerlich die Kohlen, die man zu Hause selbst braucht noch ins Klassenzimmer zu schleppen. Ostern ist der Herr gekreuzigt, ein anständiger Christenmensch hat da beileibe anderes zu tun, als Algebra zu lernen und da war doch noch was: Die Aussaat des Getreides etc. Ein Ferienjahreskarussell, daß sich nun schon so lange dreht, daß niemand etwas zu ändern wagt. Haben Sie einen Acker oder einen Gemüsegarten?
Weg mit den langen Schulferienzeiten, dann könnten Schüler auch mit täglich 4 Stunden Unterricht und 4 Stunden sozialer Gemeinschaft im Rahmen einer Ganztagsbetreuung gut zurecht kommen. Das wäre mal ein polititscher Fortschritt!
Bei allen Anforderungen: Machen Sie das Beste aus diesem Monat, ohne Mosrat.
Optimistisch bleiben, die Ziele nicht zu hoch stecken und große in kleine unterteilen kann hilfreich sein. Verlangen Sie nicht von Ihrem Gegenüber, was Sie nicht auch selbst in der Lage sind zu geben (jedenfalls so lange Sie gesund und munter sind). Das Wetter kann garnicht so schlecht sein, dass es ihnen den Urlaub vermiest. Alles ist menschlich, auch das Gekreische der Kinder um 6 Uhr morgens. Bleiben Sie auf dem Teppich, dann fallen Sie nicht zu tief.